N-Acetylcystein (NAC)

Ein Baustein für das Schutzmittel Glutathion. Ich teste es ab Oktober 2026.

Stand: Oktober 2026

Strukturformel von N-Acetylcystein

Was ist das?

N-Acetylcystein, kurz NAC, ist eine Form der Aminosäure Cystein. Seit Jahrzehnten wird es als Hustenlöser verwendet und in der Klinik als Gegenmittel bei einer Überdosis Paracetamol. Für Parkinson ist NAC interessant, weil der Körper daraus Glutathion bildet, sein wichtigstes eigenes Schutzmittel gegen oxidativen Stress. Bei Parkinson ist der Glutathion-Spiegel in der Substantia nigra, dem Bereich mit den Dopamin-Nervenzellen, schon früh deutlich vermindert.

Was sagt die Forschung?

Frühere kleine Studien der Thomas Jefferson University in Philadelphia hatten gezeigt, dass NAC den Glutathion-Spiegel im Gehirn erhöht. 2026 sind zwei neue Studien erschienen:

Auch in der jährlichen Übersicht aller Parkinson-Studien steht NAC bei den Wirkstoffen in Phase 2, die den Verlauf bremsen sollen (siehe Studienübersicht). Ein Beweis, dass NAC den Verlauf verlangsamt, steht noch aus. Die Richtung der bisherigen Ergebnisse finde ich aber ermutigend.

Meine Erfahrung

Seit Oktober 2026 teste ich NAC, zunächst für ein halbes Jahr. Wer NAC nimmt, sollte darauf achten, wie viel Selen ein Präparat zusätzlich enthält, wenn er auch sonst Selen nimmt (siehe Nahrungsergänzungen). Meine Erfahrungen trage ich hier nach.

Sicherheit

Aufwand und Kosten

NAC ist günstig. In der Apotheke bekommt man es als Hustenlöser mit 600 mg, meist als Brausetabletten. Kleine Packungen sind frei verkäuflich, die großen Packungen mit 100 Stück nur auf Rezept. Als Nahrungsergänzung gibt es NAC in Kapseln mit 600 oder 800 mg, eine Packung reicht je nach Größe für mehrere Monate und kostet etwa 20 bis 35 Euro.

Mein Fazit

NAC ist für mich ein gut verträglicher und günstiger Baustein, der genau dort ansetzt, wo bei Parkinson ein Mangel besteht: beim Schutz der Nervenzellen vor oxidativem Stress. Deshalb probiere ich es aus.