NeuroEpo (Kuba)

Ein Nasenspray aus Havanna, nach dem sich mein Geruchssinn sofort verbesserte.

Stand: Oktober 2026

Was ist das?

NeuroEpo (Handelsname NeuralCIM) ist eine Variante des körpereigenen Hormons Erythropoetin, kurz EPO, das vor allem als Dopingmittel bekannt ist. Die kubanische Form wurde so verändert, dass sie kaum noch die Blutbildung anregt, sondern vor allem Nervenzellen schützen soll: gegen Zelltod, oxidativen Stress und Entzündungen. Sie wird als Spray über die Nase gegeben, damit sie über die Riechnerven möglichst direkt ins Gehirn gelangt.

Hergestellt wird NeuroEpo am Zentrum für Molekulare Immunologie (CIM) in Havanna, behandelt wird am CIREN, dem Internationalen Zentrum für Neurologische Wiederherstellung. Außerhalb Kubas ist es nicht zugelassen.

Was sagt die Forschung?

Die Studienlage ist dünn und stammt fast ausschließlich aus Kuba:

Meine Erfahrung

Vom 14. November bis zum 5. Dezember 2022 war ich im CIREN in Havanna. Ich bekam NeuroEpo dreimal pro Woche, dazu zwei Wochen lang täglich vier Stunden Krankengymnastik. Nebenwirkungen hatte ich keine.

Mein Geruchssinn verbesserte sich schon nach der ersten Gabe deutlich, mein linker Arm schwang beim Gehen wieder mit, und das Laufen wurde flüssiger. Wie viel davon auf NeuroEpo und wie viel auf die Krankengymnastik zurückging, lässt sich nicht trennen. Auch meine Neurologin hat festgehalten, dass sich Geruchssinn und Motorik danach noch einmal gebessert haben.

Im September 2024 war ich ein zweites Mal für zwei Wochen im CIREN. Ich nehme NeuroEpo bis heute, teilweise mit Pausen. Mein Vorrat reicht etwa bis Anfang 2027, ob ich danach Nachschub bekomme, ist offen.

Aufwand und Kosten

Über drei Jahre gerechnet, mit Behandlung, Reisen und laufendem NeuroEpo, kostet Kuba ähnlich viel wie meine Stammzelltherapie oder mehr.

Mein Fazit

NeuroEpo ist kein Wundermittel, aber für mich ein wichtiger Baustein, gleich nach den drei wichtigsten. Die Wirkung ist wissenschaftlich kaum belegt, und der Weg über Kuba ist teuer und aufwendig.