Irisin
Das Hormon, das die Muskeln beim Sport bilden. Es könnte erklären, warum Bewegung bei Parkinson so gut hilft.
Stand: Oktober 2026
Was ist das?
Irisin ist ein Botenstoff, den die Muskeln bei Bewegung ins Blut abgeben (ein Myokin). Es kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und gelangt so auch ins Gehirn.
Was sagt die Forschung?
- Johns Hopkins University, 2022: Forscher um Ted Dawson und Bruce Spiegelman zeigten an Mäusen, dass Irisin die Dopamin-Nervenzellen schützt. Mäuse mit erhöhtem Irisin entwickelten trotz krankhaftem Alpha-Synuclein keine Bewegungsstörungen, und Irisin beschleunigte den Abbau von Alpha-Synuclein in den Zellen. Außerdem schützt es die Mitochondrien.
- Menschen mit Parkinson: In einer Studie mit 23 Patienten stieg der Irisinspiegel nach zwölf Wochen Bewegungstraining, und der Anstieg ging mit einem besseren Gleichgewicht einher. Eine Beobachtungsstudie von 2024 fand: Mehr Irisin im Blut ging mit einer milderen Erkrankung einher.
- Übersicht 2026: Ein Überblick aus Brasilien fasst zusammen, dass durch Sport gebildetes Irisin mit besserem Denken, weniger Entzündung im Gehirn und besserer Anpassungsfähigkeit der Nervenzellen verbunden ist.
Studien, die Irisin direkt als Medikament testen, gibt es noch nicht. Weil es ein körpereigenes Hormon ist, lässt es sich kaum patentieren, und die Pharmaindustrie investiert wenig.
Was das für mich bedeutet
Für mich ist Irisin eine wissenschaftliche Erklärung für das, was ich jeden Tag erlebe: Ich bewege mich viel, und es geht mir damit besser. Meine Muskeln bilden dabei einen Stoff, der die Nervenzellen schützen könnte. Sport ist damit mehr als Fitness. Wie ich trainiere, steht unter Sport und Bewegung.
Mein Fazit
Ein starkes Argument für tägliche Bewegung. Irisin als Tablette gibt es nicht, der einzige Weg ist, sich zu bewegen.