HBO Sauerstofftherapie
Sauerstoff unter Druck in der Kammer. Gut für meine Stimmung, eine Wirkung auf den Parkinson ist nicht belegt.
Stand: Oktober 2026
Was ist das?
Bei der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) atmet man in einer Druckkammer reinen oder angereicherten Sauerstoff unter erhöhtem Druck. Dadurch löst sich deutlich mehr Sauerstoff im Blut, der auch schlecht durchblutetes Gewebe erreichen soll. Etabliert ist die Therapie zum Beispiel bei Tauchunfällen, Kohlenmonoxidvergiftungen und schlecht heilenden Wunden.
Was sagt die Forschung?
Eine Übersichtsarbeit von 2024 fasste 13 Studien mit knapp 1.000 Parkinson-Patienten zusammen. Mit HBO zusätzlich zu den Medikamenten verbesserten sich Motorik, Schlaf und geistige Leistungsfähigkeit etwas stärker als nur mit Medikamenten. Alle diese Studien stammen aber aus China und hatten keine Scheinbehandlung. In Tierversuchen förderte HBO die Neubildung von Mitochondrien.
Eine israelische Studie fand, dass HBO die Telomere verlängert, die Schutzkappen der Erbanlagen (Aging). Sie wurde aber an gesunden älteren Menschen durchgeführt, nicht an Parkinson-Patienten.
Meine Erfahrung
Im April und Mai 2022 hatte ich in Heidelberg 23 Sitzungen. Körperlich merkte ich keine Veränderung, aber meine Stimmung wurde deutlich besser. Seit dem 27. Juli 2023 habe ich eine eigene Kammer zu Hause. Anfangs nutzte ich sie etwa fünfmal pro Woche, inzwischen meist einmal pro Woche, vor allem für die Stimmung und mit Blick auf die Langlebigkeit.
Aufwand und Kosten
Eine Behandlungsserie in einem Druckkammerzentrum kostet mehrere tausend Euro und wird bei Parkinson von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen. Meine private Krankenversicherung hat die Behandlung in Heidelberg bezahlt. Eine eigene Kammer ist eine große Anschaffung. Heimkammern arbeiten meist mit deutlich geringerem Druck als die Kammern in Kliniken.
Mein Fazit
Für meine Stimmung war HBO gut. Eine Wirkung auf den Parkinson selbst ist nicht sicher belegt.