Multiple Sklerose

Behandlung, Forschung und was man selbst tun kann. Die Aussichten sind so gut wie nie.

Stand: Oktober 2026

Multiple Sklerose
Bild: Dr. Jana, CC BY 4.0, Wikimedia Commons

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Das Immunsystem greift fälschlicherweise die Schutzhülle der Nervenfasern (Myelin) in Gehirn und Rückenmark an. Je nach betroffener Stelle entstehen ganz unterschiedliche Beschwerden. In Deutschland leben mehr als 280.000 Menschen mit MS.

Eine wichtige Botschaft vorweg: Eine MS-Diagnose ist heute nicht mehr das, was sie vor 20 Jahren war. Mit früher, konsequenter Behandlung führen viele Menschen mit MS ein weitgehend normales Leben.

Die Schulmedizin als Grundlage

Heute gibt es rund 20 zugelassene Medikamente, die den Verlauf beeinflussen. Gerade bei einer frischen Diagnose sind sie die wichtigste Grundlage. Hochwirksame Antikörper wie Ocrelizumab können Schübe bei vielen Patienten fast vollständig unterdrücken.

Die nächste Generation sind BTK-Hemmer wie Tolebrutinib und Fenebrutinib, Tabletten, die ins Gehirn gelangen und auch das schleichende Fortschreiten bremsen sollen. Die Zulassung verläuft holprig: Tolebrutinib ist seit Juni 2026 in der EU für die sekundär progrediente MS ohne Schübe zugelassen, die amerikanische FDA hat den Antrag Ende 2025 abgelehnt (NeurologyLive). Fenebrutinib war in großen Studien bei schubförmiger und primär progredienter MS erfolgreich, in den USA läuft seit September 2026 das Zulassungsverfahren (Roche).

Forschung

Intensivere und alternative Ansätze

Was man selbst tun kann

Alles Folgende ergänzt die Behandlung, ersetzt sie aber nicht:

Mein Fazit

Wie bei meinem Parkinson gilt: Die beste Strategie ist die Kombination aus moderner Medizin und einem konsequent gesunden Lebensstil. Bei einer frischen Diagnose zuerst ein gutes MS-Zentrum aufsuchen und früh mit einer wirksamen Therapie beginnen.