D-Serin

Eine Aminosäure, die in einer kleinen Studie Beweglichkeit und Stimmung verbesserte. Bei mir nur vorübergehend.

Stand: Oktober 2026

D-Serin

Was ist das?

D-Serin ist eine Aminosäure, die im Gehirn als Botenstoff am NMDA-Rezeptor wirkt, einem wichtigen Schalter für Lernen und Bewegungssteuerung. Der Körper bildet es größtenteils selbst aus L-Serin.

Was sagt die Forschung?

In einer kleinen, aber placebokontrollierten Studie von Gelfin und Kollegen (2012) bekamen zehn Parkinson-Patienten sechs Wochen lang 30 mg D-Serin pro Kilogramm Körpergewicht zusätzlich zu ihren Medikamenten. Die Werte im UPDRS verbesserten sich um etwa 18 Prozent, die psychischen Symptome um rund 16 Prozent, und es gab keine relevanten Nebenwirkungen (PubMed). Größere Studien gibt es bisher nicht.

Neu (2026): die erste große Studie. Seit Januar 2026 läuft in Norwegen die Studie D-SPARK der Universitätsklinik Haukeland in Bergen. 100 Menschen mit Parkinson, die seit höchstens fünf Jahren erkrankt sind, bekommen 4 Gramm D-Serin am Tag oder ein Placebo, über insgesamt 58 Wochen, doppelt verblindet. Geprüft wird, ob D-Serin das Fortschreiten bremst, gemessen am MDS-UPDRS nach 26 Wochen. Ergebnisse werden für 2028 erwartet (ClinicalTrials.gov, NCT07312110).

Meine Erfahrung

Ende April 2025 habe ich mit 2,5 Gramm D-Serin am Tag begonnen (1,25 Gramm morgens und abends). Nebenwirkungen hatte ich keine. Zwischenzeitlich gab es Verbesserungen, die aber nicht dauerhaft waren. Am 20. Juli 2025 habe ich pausiert, weil es sich bei mir womöglich negativ auf den Stuhlgang ausgewirkt hat.

Serin in Lebensmitteln

Viel Serin enthalten zum Beispiel Erdnüsse, Hirse, Walnüsse, Fleisch, Fisch, Eier und Soja. Der Körper wandelt einen Teil davon in D-Serin um.

Mein Fazit

Eine interessante Idee mit einer kleinen, aber sauberen Studie. Bei mir hat es nicht dauerhaft gewirkt.