Akupunktur und TCM
Qigong gehört seit Jahren zu meinem Training. Demnächst beginne ich mit der Schädelakupunktur nach Yamamoto.
Stand: Oktober 2026

Was ist das?
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) umfasst Akupunktur, Kräuter, Bewegungsformen wie Qigong und Tai-Chi sowie eine eigene Ernährungslehre. Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers gesetzt, bei der Schädelakupunktur in bestimmte Zonen der Kopfhaut.
Was sagt die Forschung?
Zur Akupunktur bei Parkinson gibt es zahlreiche Studien, vor allem aus China. Zusammenfassungen zeigen häufig positive Effekte auf Motorik, Schlaf und Stimmung, viele dieser Studien sind aber klein und methodisch schwach. Gut belegt ist dagegen Tai-Chi, das in Studien Gleichgewicht und Gang verbessert und Stürze verringert, mehr dazu unter Sport und Bewegung.
Neu (September 2026): In der Fachzeitschrift Movement Disorders erschien eine Studie mit 140 Patienten, die neun Sitzungen einer chinesischen Nadeltechnik (Qihuang) oder eine Scheinakupunktur bekamen. Nach sechs Wochen war die Motorik in der Akupunkturgruppe um 8,5 Punkte im UPDRS Teil III besser, nach zehn Wochen um fast 11 Punkte, auch Lebensqualität und andere Beschwerden besserten sich. Die Studie lief nur an einem Zentrum, die Akupunkteure wussten, wen sie behandeln, und beobachtet wurde nur zehn Wochen (NeurologyLive). Es ist trotzdem eine der größten Studien zur Akupunktur bei Parkinson.
Meine Erfahrung
Mit Akupunktur habe ich schon ganz am Anfang begonnen, bei einem Arzt in Heidelberg. Dort habe ich mich aber nicht besonders wohlgefühlt und wieder aufgehört. Auch ein späterer Versuch Anfang 2024 überzeugte mich nicht.
Demnächst beginne ich mit der Yamamoto Neuen Schädelakupunktur (YNSA) bei Dr. Dorothea Zeise-Süss in Remchingen bei Karlsruhe. Sie ist Fachärztin für Allgemeinmedizin, arbeitet seit Jahrzehnten mit der Schädelakupunktur und hat besonders zu Parkinson geforscht und Bücher veröffentlicht. Ich berichte hier, wie es mir damit geht.
Qigong gehört dagegen seit Jahren zu meinem Training, ein- bis zweimal pro Woche.
Mein Fazit
Qigong und Tai-Chi kann ich jedem empfehlen. Akupunktur ist gut verträglich und kann ergänzend ausprobiert werden, die Wirkung bei Parkinson ist aber nicht sicher belegt.